Drachenland

Marek Harloff (c) ZDF / Ulrike Meier

Kinofilm 1999
Schramm-Film Koerner & Weber für ZDF
Regie und Buch
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Bettina Böhler
mit: Marek Harloff, Peggy Lukac, Julia Richter, Hans-Peter Hallwachs, Matthias Matz, Angela Schanelec

Interfilm-Preis, Max-Ophüls-Festival Saarbrücken 1999
Femina-Preis für Kamerafrau Judith Kaufmann
„Silver Plaque“ Chicago International Television Competition 1999
Berlinale 1999: Neue Deutsche Filme.
1999: San Francisco Festival of German Cinema „Berlin and beyond“

Inhalt

Vor sieben Jahren hat Hannes Berlin verlassen und arbeitet nun in den USA mit einigem Erfolg als Computergrafiker. Als sein Vater stirbt, möchte er in Berlin nur schnell die Formalitäten hinter sich bringen, sieht sich aber plötzlich mit Bildern und Ereignissen seiner Vergangenheit konfrontiert, die, lange verdrängt, sich nicht mehr abschütteln lassen: Die Präsenz seines toten Vaters in dem leerstehenden alten Haus, die Konfrontation mit der Lebensgefährtin des Vaters, die Begegnung mit der Frau, die er damals verließ, das Wiedersehen mit dem besten Freund – all diese Eindrücke verbinden sich in den virtuellen Welten des Computerspiels Dragonland, an dem er zur Zeit arbeitet,in der Gestalt des Drachens, vor dem er vor sieben Jahren geflohen ist.

Drachenland ist die dritte Zusammenarbeit Florian Gärtners mit der ZDF-Redaktion Das Kleine Fernsehspiel. Auf dem Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken 1999 erhielt er den Preis der Interfilm-Jury und Judith Kaufmann den Preis der FEMINA-Jury für ihre Kameraarbeit. Außerdem lief Drachenland auf der Berlinale 1999 in der Reihe „Neue deutsche Filme“.

Pressestimmen

„A young man’s journey home stirs uncomfortable emotions in “Dragonland,” an affectingly understated drama. … Often filmed in tight closeup, lead Harloff expertly draws us into a character hard-pressed to reveal his emotions to others, let alone experience them himself. Subsidiary perfs likewise suggest unresolved tensions without benefit of much dialogue. Some viewers may find pic’s manner too withdrawn, but writer-director Florian Gartner (making his first 35mm feature after two 16mm TV films) effectively uses that approach to mirror Hannes’ well-meaning, then panicked, behavior.“
– Variety

„Faszinierend an Drachenland ist seine Erzählweise: Nur langsam enthüllen sich für den Zuschauer die Partikel aus der Vergangenheit, und auch am Ende des Films hat sich noch längt nicht alles offenbart, bleibt um die auf den ersten Blick so rational wirkende Figur ein Geheimnis.“
– epd Film

„Eine Überraschung war Florian Gärtners Drachenland, das durch hohe Professionalität bestach. Mit der langsamen und detailgenauen Studie eines (…) zum Ausdruck von Gefühlen unfähigen Computerfreaks, die an die Arbeiten von Michael Haneke denken läßt, zeichnet der dreißigjährige Regisseur das Bild einer Generation, das zugleich scharfsinnig und beängstigend ist“
– Frankfurter Rundschau, 26. 1. 99

„Gärtner zeigt hier das seltene Talent, klug zu dosieren, was er verrät und was er verrätselt.“
– FAZ, 26. 1. 99

„Der Film schildert auf sensible und dramaturgisch gelungene Weise, wie ein junger Computerexperte durch den Tod seines Vaters mit ungeklärten Fragen seiner Kindheit und Jugend konfrontiert wird. Zugleich macht der Film die Schwierigkeiten der Orientierung in einer medialisierten und globalisierten Kultur sichtbar. Mit Drachenland ist Florian Gärtner eine vielschichtige und formal konsequente Auseinandersetzung mit wichtigen Gegenwartsfragen gelungen.“
– Begründung der INTERFILM-Jury, Saarbrücken 1999

„Intensives Porträt der neuen Chip-Generation“
– TV Today

„Hervorragend gespielte Selbstsuche zwischen „klassischem“ Vaterkonflikt und der spielerischen Aneignung moderner (Medien-)Wirklichkeit, die auch durch die sensible Einbeziehung „virtueller“ Erzählebenen beeindruckt.“
– Filmdienst

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