ausserirdische

Fernsehspiel 1993 IMDb
Florian Gärtner Filmproduktion für ZDF
Regie, Buch, Produktion: Florian Gärtner
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Tanja Petry
Musik: Stephen Howdon
mit Jasper Brandis, Florian Gärtner, Peter Werner, Matthias Matz, Christiane Schlote

Kinoaufführungen u.a. in Berlin, Hannover, Köln, Freiburg und im Goethe-Institut Moskau

Inhalt:

Max ist jung, schüchtern und unscheinbar – zumindest auf den ersten Blick. Obwohl er nicht gerade der Typ ist, der sich mühelos in einer Großstadt zurechtfindet, hat es ihn zum Studium nach Berlin gezogen. Er stürzt sich kopfüber in das neue Leben, besucht überfüllte Universitätsseminare und Diskotheken und kämpft mit dem Kommunikationsmittel Nummer eins, dem Anrufbeantworter. Auf einer Party lernt er Zenon kennen, einen Traummann. Liebe auf den ersten Blick, so scheint es. Doch die heftige Affäre ist so schnell wieder vorbei, wie sie begann. Nur langsam kann Max wieder zu sich kommen. Immer häufiger trifft er einen langjährigen Jugendfreund, mit dem er Erinnerungen an zu Hause teilt, doch phantastisch und trügerisch tauchen immer wieder Bilder von Zenon auf.

In „Außerirdische“ wirft Florian Gärtner mit feiner Selbstironie einen Blick auf seine eigene Generation, für die ein Pickel am Kinn eine Katastrophe bedeuten kann, ebenso wie die Nachricht auf dem Anrufbeantworter: „Es ist aus”.

Pressestimmen:

„… Gärtner entwickelt ein hochartifizielles, atmosphärestarkes, formal dichtes, intimes und doch diskretes Porträt einer Generation, die nach innen gekehrt ist und nie Schlagzeilen macht. … ein Film, der seine Sensationen aus den scheuen Gesten bezieht, der ruhig aufmerksam und doch kühl kalkuliert seine Figuren führt und sie in ein Alltagsmilieu einbettet, das uns verwunschen fremd, und doch banal vertraut vorkommt. Ein Großstadtidyll voller (Selbst-)Gefährdungen, kleiner Fluchten entsteht und öffnet einem die Augen über die Sensationen des einfachen Lebens – viel mehr als wilde Reportagen und dröhnende Bekenntnisse zur Primetime. Gärtner hat sich mit diesem Film als einer erwiesen, der sparsam seine Mittel gebraucht und durchdacht kalkuliert eine schmale Spielhandlung zu einem reichen Porträt machen kann …
– Leopold Schuwerack, Frankfurter Rundschau, 16.12.93

„… einfühlsam und genau erzählter Film …“
– Neue Presse Hannover, 16.12..93

„… der Zuschauer wird Zeuge von Außenwelt und Innenwelt … wird Teilhaber eines introvertierten Verharrens im Zustand vergeblicher Glückssuche … souverän sensibel …“
– Matthias Boll, Südkurier Konstanz, 16.12.93

“ … Dokument der Orientierungslosigkeit einer Generation … unspektakulär und einfühlsam in Szene gesetzt …“
– Augsburger Allgem. Zeitung, 16.12.93

„… die Gefühle des Protagonisten werden uns nicht aufgedrängt, wir finden sie in uns wieder. Ein stiller Film, der nachklingt …“
– GONG, 20.12.93

„Diese Geschichte der einander zunächst verfehlt Liebenden, wobei die Rollen nur mit jungen Männern besetzt sind, wird zart und einfühlsam mitgeteilt, mit leisem Witz und leiser Rührung … virtuos fotografiert …“
– Thomas Koebner, Funk-Korrespondenz, 7.1.94

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